Lateinoase
deutsche Übersetzungen zu lateinischen Texten
Autoren

Cäsar


Buch 1

Bellum Gallicum 1,47


Latein


[47] Biduo post Ariovistus ad Caesarem legatos misit: velle se de iis rebus quae inter eos egi coeptae neque perfectae essent agere cum eo: uti aut iterum conloquio diem constitueret aut, si id minus vellet, ex suis legatis aliquem ad se mitteret. Conloquendi Caesari causa visa non est, et eo magis quod pridie eius diei Germani retineri non potuerant quin tela in nostros coicerent. Legatum ex suis sese magno cum periculo ad eum missurum et hominibus feris obiecturum existimabat. Commodissimum visum est C. Valerium Procillum, C. Valerii Caburi filium, summa virtute et humanitate adulescentem, cuius pater a C. Valerio Flacco civitate donatus erat, et propter fidem et propter linguae Gallicae scientiam, qua multa iam Ariovistus longinqua consuetudine utebatur, et quod in eo peccandi Germanis causa non esset, ad eum mittere, et una M. Metium, qui hospitio Ariovisti utebatur. His mandavit quae diceret Ariovistus cognoscerent et ad se referrent. Quos cum apud se in castris Ariovistus conspexisset, exercitu suo praesente conclamavit: quid ad se venirent? an speculandi causa? Conantes dicere prohibuit et in catenas coniecit.

Übersetzung


47. Zwei Tage nachher schickte Ariovist Gesandte zu Cäsar: Er wolle mit ihm über die Angelegenheiten verhandeln, die zwischen ihnen begonnen worden seien, verhandelt zu werden, aber nicht abgeschlossen worden seien: Entweder solle er wiederum einen Tag für die Unterredung beschließen oder, wenn er das weniger wolle, von seinen Gesandten irgendeinen zu ihm schicken. Für Cäsar schien es keinen Grund für eine Unterredung zu geben, um so mehr, als am Tag zuvor die Germanen nicht zurückgehalten werden konnten, Geschosse auf die Unsrigen zu werfen. Er glaubte, dass er nur unter großer Gefahr einen Gesandten von den Seinen zu ihm schicken und den wilden Menschen preisgeben werde. Am passendsten schien es ihm, Gaius Valerius Procillus, den Sohn des Gaius Valerius Caburus, einen jungen Mann von höchster Tapferkeit und Bildung, dessen Vater von Gaius Valerius Flaccus mit dem Bürgerrecht beschenkt worden war, sowohl wegen seiner Treue als auch wegen seines Wissens um die gallische Sprache, das Ariovist aufgrund seines langen Verkehrs schon viel gebrauchte, und weil es für die Germanen keinen Grund gegeben hatte, sich an ihm zu vergehen, zu ihm zu schicken, gemeinsam mit Marcus Metius, der Ariovist durch Gastfreundschaft verbunden war. Diesen ordnete er an, das, was Ariovist sagen würde, zur Kenntnis zu nehmen und ihm zu berichten. Als Ariovist diese bei sich im Lager erblickt hatte, rief er in Gegenwart seines Heeres laut aus, warum sie zu ihm kämen. Etwa um zu spähen? Als sie versuchten zu sprechen, hinderte er sie daran und legte sie in Ketten.

©2014 lateinoase.de    Impressum    Kontakt