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deutsche Übersetzungen zu lateinischen Texten
Autoren

Cäsar


Buch 1

Bellum Gallicum 1,19


Latein


[19] Quibus rebus cognitis, cum ad has suspiciones certissimae res accederent, quod per fines Sequanorum Helvetios traduxisset, quod obsides inter eos dandos curasset, quod ea omnia non modo iniussu suo et civitatis sed etiam inscientibus ipsis fecisset, quod a magistratu Haeduorum accusaretur, satis esse causae arbitrabatur quare in eum aut ipse animadverteret aut civitatem animadvertere iuberet. His omnibus rebus unum repugnabat, quod Diviciaci fratris summum in populum Romanum studium, summum in se voluntatem, egregiam fidem, iustitiam, temperantiam cognoverat; nam ne eius supplicio Diviciaci animum offenderet verebatur. Itaque prius quam quicquam conaretur, Diviciacum ad se vocari iubet et, cotidianis interpretibus remotis, per C. Valerium Troucillum, principem Galliae provinciae, familiarem suum, cui summam omnium rerum fidem habebat, cum eo conloquitur; simul commonefacit quae ipso praesente in concilio [Gallorum] de Dumnorige sint dicta, et ostendit quae separatim quisque de eo apud se dixerit. Petit atque hortatur ut sine eius offensione animi vel ipse de eo causa cognita statuat vel civitatem statuere iubeat.

Übersetzung


19. Nachdem diese Dinge in Erfahrung gebracht worden waren, weil zu diesen Verdächtigungen die überaus sicheren Umstände hinzukamen, dass er die Helvetier durch das Gebiet der Sequaner geführt hatte, dass er unter ihnen hatte Geiseln stellen lassen, dass er alle diese Dinge nicht nur ohne seinen Befehl oder den des Stammes, sondern auch selbst ohne ihr Wissen getan hatte und dass er vom Oberhaupt der Häduer beschuldigt wurde, glaubte Cäsar, es sei Grund genug vorhanden, dass er gegen ihn entweder selbst vorgehen werde oder dem Stamm befehlen würde, gegen ihn vorzugehen. All diesen Dingen stand das eine entgegen, dass er den überaus hohen Eifer seines Bruders Diviciacus gegenüber dem römischen Volk, seine höchste Ergebenheit ihm gegenüber, seine herausragende Treue, Gerechtigkeit und Mäßigung kennengelernt hatte; denn er fürchtete, dass er durch seine Hinrichtung Diviciacus beleidigte. Deshalb lässt er Diviciacus zu sich rufen, ehe er irgendetwas in die Wege leitet, und nachdem die täglichen Dolmetscher weggeschickt worden sind, bespricht er sich durch Gaius Valerius Procillus, eines führenden Mannes der Provinz Gallien, sein Vertrauter, zu dem er in allen Dingen das höchste Zutrauen hatte, mit ihm; zugleich gibt er zu bedenken, was in seiner Anwesenheit in der Versammlung der Gallier über Dumnorix gesagt worden ist, und zeigt, was ein jeder unter vier Augen über ihn bei ihm gesagt hat. Energisch ersucht er, dass er ohne eine Kränkung des Herzens entweder, nachdem der Fall aufgeklärt ist, selbst über ihn etwas beschließen dürfe oder befehlen dürfe, dass der Stamm etwas beschließe.

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